300 Janine Wissler Hintergrund weissJanine Wissler

Schloßplatz 1-3
65183 Wiesbaden
Zimmer: 217M

0611 - 350.6073

Sprecherin für: Energiepolitik, Forschungspolitik, Gentechnologie, Jugendpolitik, Verkehrspolitik, Wirtschaftspolitik, Wissenschaft u. Kunst

Ausschüsse

  • Wirtschaft und Verkehr (WVA)
  • Wissenschaft und Kunst (WKA)

Krise der IAA ist selbstverschuldet – Jetzt Chance nutzen, Verkehrswende umsetzen

Zur heutigen Debatte um den Rückzug der Internationalen Automobilausstellung (IAA) aus Frankfurt erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist sehr ärgerlich, dass unter der selbstgemachten Krise der Automobilindustrie auf Selbstfindungskurs jetzt mal wieder arbeitende Menschen leiden müssen. Menschen, die bisher mit, auf und um die IAA ihr Geld verdient haben, als Handwerker oder Dienstleister. Die Schuldzuschreibungen an die Landesregierung, den Oberbürgermeister oder Demonstranten sind in diesem Fall völlig fehl am Platz. Wer auf Probleme aufmerksam macht, ist nicht selbst das Problem.“

Die Automobilindustrie habe jahrelang betrogen, getrickst und getäuscht, so Wissler weiter. Statt sich auf effizientere Fahrzeuge zu konzentrieren, bringe sie immer größere und immer stärker motorisierte Fahrzeuge auf den Markt - weil sich gut daran verdienen lasse. Auch deshalb hätten mehr als 25.000 Menschen anlässlich der IAA 2019 für eine Verkehrswende demonstriert.

„Die Möglichkeit, eine alternative Messe oder einen Kongress zu etablieren, der moderne Mobilitätskonzepte entwickelt, ist auf jeden Fall verfolgenswert. Vor allem aber sollten wir in Frankfurt und Hessen jetzt erst recht ernst machen mit der Verkehrswende. Die massiven Herausforderungen beim Klimaschutz machen das ebenso erforderlich, wie unser Anspruch an lebenswerte Städte.

Der Automobilindustrie können wir zum Abschied nur mit auf den Weg geben, dass sie sich neu erfinden muss. Nicht möglichst viel Blech und PS produzieren, die dann 23 Stunden am Tag herumstehen. Nur als Anbieter von Mobilität können diese Unternehmen auf Dauer überleben. Es braucht jetzt neue Konzepte, um die Arbeitsplätze in dieser Branche zu bewahren und in die Zukunft zu führen. Ein Ortswechsel der Branche wird dafür nicht ausreichen.“