300 Janine Wissler Hintergrund weissJanine Wissler

Schloßplatz 1-3
65183 Wiesbaden
Zimmer: 217M

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Sprecherin für: Energiepolitik, Forschungspolitik, Gentechnologie, Jugendpolitik, Verkehrspolitik, Wirtschaftspolitik, Wissenschaft u. Kunst

Ausschüsse

  • Wirtschaft und Verkehr (WVA)
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75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz - Der entschiedene Kampf gegen Neofaschismus und Antisemitismus muss eine Lehre aus der Geschichte bleiben

Am Montag jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zum 75. Mal. Dazu erklärt Janine Wissler, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Auch nach 75 Jahren darf es keinen Schlussstrich unter die Aufarbeitung der deutschen Geschichte geben. Das gilt umso mehr in einer Zeit, in der rechte Gewalt, Bedrohungen und Terror von rechts zunehmen, und eine Gruppierung in den Parlamenten sitzt, deren Vertreter eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad fordern und die NS-Zeit, der Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind, relativieren. Allen Versuchen des Geschichtsrevisionismus muss laut und entschieden widersprochen werden. Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano sagte einmal in einer Rede vor Schülerinnern und Schülern: ‚Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese Zeit wissen wollt.‘

Notwendig sei eine Erinnerungskultur, die zugleich auch aktuelle Gefahren im Blick behalte, so Wissler. Dabei müsse jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Faschismus entschieden entgegengetreten werden. Ob im Alltag, bei rechten Aufmärschen, in breiten Bündnissen wie ‚Aufstehen gegen Rassismus‘, ‚Unteilbar‘ oder vielen lokalen Bündnissen wie ‚Bunt statt braun‘.

„Für uns bleibt der von Überlebenden des Nazi-Terrors formulierte Schwur von Buchenwald eine wichtige Richtschnur - Darin heißt es: ‚Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.‘ Diese Losung muss auch für heutige Generationen über politische, weltanschauliche und religiöse Grenzen hinweg Richtschnur für das eigene Handeln bleiben.“