300 Janine Wissler Hintergrund weissJanine Wissler

Schloßplatz 1-3
65183 Wiesbaden
Zimmer: 217M

0611 - 350.6073

Sprecherin für: Energiepolitik, Forschungspolitik, Gentechnologie, Jugendpolitik, Verkehrspolitik, Wirtschaftspolitik, Wissenschaft u. Kunst

Ausschüsse

  • Wirtschaft und Verkehr (WVA)
  • Wissenschaft und Kunst (WKA)

Ein Jahr Schülerticket: Ungerechtigkeiten bestehen weiterhin

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und die Verkehrsverbünde haben heute die ersten Zahlen und Erkenntnisse aus einem Jahr „Schülerticket Hessen“ vorgestellt. Dazu erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Für viele Schülerinnen und Schüler ist das ‚Schülerticket‘ eine Verbesserung ihrer Mobilität. Das ist zu begrüßen. Allerdings erneuern wir unsere Kritik, die auch vom Landeselternbeirat und anderen Stellen geäußert wurde: Das Schülerticket führt in seiner jetzigen Form zu nicht hinnehmbaren Ungerechtigkeiten. Bei manchen Schülerinnen und Schülern wird das Ticket komplett erstattet, bei anderen nicht. Und in einigen Städten ist die Fahrt zur Schule vor einem Jahr deutlich teurer geworden, weil günstigere Alternativen zum hessenweiten Ticket wegfielen.

Gerade für Familien mit mehreren Kindern sind die 31 Euro pro Monat und Kind immer noch eine erhebliche Belastung. Um Bildungshürden zu vermeiden und echte Chancengleichheit zu gewährleisten, muss die Schülerbeförderung kostenlos sein. Auch dann, wenn Kinder weniger als zwei bzw. drei Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen.“

Bereits zu den Haushaltsberatungen im vergangenen Dezember habe DIE LINKE einen entsprechenden Antrag (19/5767) gestellt, dieser sei aber leider von CDU, Grünen und FDP abgelehnt worden, so Wissler.

„Bei den Fahrkartenangeboten gibt es enorme Preisunterschiede für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Das ist ungerecht. Perspektivisch will DIE LINKE den Nulltarif für alle Menschen im Land. Bei Schülerinnen und Schülern ist es aber besonders wichtig, dass Mobilitätskosten nicht über den Bildungs- und Lebensweg entscheiden dürfen. Das betrifft insbesondere Oberstufenschüler und andere, die generell keine Erstattung ihrer Fahrtkosten erhalten.“