300 Janine Wissler Hintergrund weissJanine Wissler

Schloßplatz 1-3
65183 Wiesbaden
Zimmer: 217M

0611 - 350.6073

Sprecherin für: Energiepolitik, Forschungspolitik, Gentechnologie, Jugendpolitik, Verkehrspolitik, Wirtschaftspolitik, Wissenschaft u. Kunst

Ausschüsse

  • Wirtschaft und Verkehr (WVA)
  • Wissenschaft und Kunst (WKA)

Netzausbau: Bedenken und Einwände gegen Mega-Trassen ernst nehmen

Anlässlich der heutigen Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung zum Stromnetzausbau erklärt Janine Wissler, Vorsitzende und energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Kommunen und Verbänden haben heute an entscheidenden Punkten berechtigte Kritik am geplanten Ausbau der Übertragungsnetze in Form großer neuer Trassenprojekte wie ‚Südlink‘ geäußert. Dabei ging es nicht nur um die Frage, wie die Trassen durch Hessen verlaufen könnten, sondern vielmehr, ob sie überhaupt nötig sind.“

Der angeblich festgestellte Ausbaubedarf gehe dabei von einer zentralistischen Energiewende mit großen, teuren Offshore-Windparks aus, so Wissler. Doch bei einer dezentralen Energieerzeugung in den Regionen seien viel weniger Übertragungskapazitäten notwendig. Und die in den nächsten Jahren zu erwartenden Fortschritte im Bereich der Stromspeicher-Technologien würden kaum berücksichtigt.

Wissler: „Es ist mehr als fraglich, ob der massive Ausbau der Übertragungsnetze und die damit verbundenen Einschnitte für Menschen und Natur sowie Kosten in Milliardenhöhe notwendig sind. Hier scheint nicht die möglichst schnelle Energiewende im Mittelpunkt zu stehen, sondern die Aufrechterhaltung der massiven Kohleverstromung. Vor Ort gibt es große Bedenken bei Bürgerinnen und Bürgern, die ernst genommen werden müssen. Die Akzeptanz bei der Energiewende darf nicht durch unnötige Trassenprojekte gefährdet werden.

Für DIE LINKE ist klar: Wir wollen den Energiesektor demokratisch und dezentral umbauen. Es ist mehr als fraglich, ob die im Raum stehenden Großprojekte wie ‚Südlink‘ hierfür sinnvoll sind.“